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Auf diesem Blog geht es um Möglichkeiten, abseits des klassischen Wegs (Assistentenstelle) zu promovieren. Und zwar nicht durch “Kauf” des Titels über eine Titelmühle (was rausgeworfenes Geld und extrem peinlich ist), sondern korrekt, also durch Forschung und darauf aufbauend Anfertigung einer Dissertation.

News: Deutsch-französische Doppelpromotion

Im Rahmen eines gemeinsamen Promotionsprogramm hat die Doktorandin Judith Eidems gleichzeitig den deutschen und den französischen Doktortitel (PhD) erworben: ESCP Europe, deutsche Version hier.

FH-Professur

Einer der denkbaren Gründe um zu promivieren ist das Berufsziel FH-Professor. In den Ausschreibungen für solche Stellen findet sich regelmäßig die Anforderung:

„Nachweis der Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten über die Qualität einer Promotion, alternativ Gutachten über promotionsäquivalente Leistungen”

Zwar gibt es einige FH-Professoren, die nicht promoviert haben, aber diese haben ihre Stelle vielleicht noch zu Zeiten angetreten, als die Fachhochschulen Graduiertenschulen hießen und keine Hochschulabschlüsse vergeben konnten, oder sie konnten eben über ein Gutachten ihre Leistungen nachweisen.

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Teures Vergnügen

Wer sich an Semestergebühren in der Größenordnung von 500 Euro pro Halbjahr gewöhnt hat, muss beim Blick auf die meisten berufsbegleitenden Promotionsprogramme der privaten Hochschulen erstmal schlucken: 12.500 € kostet die Teilnahme am günstigsten Programm, und ja nach Anbieter geht es bis 30.000 € in die Höhe. Damit liegen die Kosten in ähnlichen Sphären wie bei privaten MBA-Programmen.

Soll der Doktortitel also nur die Visitenkarte aufpeppen oder bei kommenden Gehaltsverhandlungen unterstützen, stellt sich die Sinnfrage, insbesondere wenn die Finanzierung nur durch Aufnahme eines Kredits möglich ist. Eine „klassische” Promotion mit Annahme einer Assistentenstelle an einer staatlichen Universität könnte günstiger sein, wenn danach eine Rückkehr in den bisherigen Beruf problemlos ist.

Dazu ein Rechenbeispiel: Wem es gelingt, eine klassische (volle) Assistentenstelle zu finden, der erhält für die Dauer von ca. drei Jahren Bezüge nach TV-L 13 (grob 40.600 € / Jahr brutto; schwankt je nach Bundesland). Liegt das bisherige Jahresbruttoeinkommen also über 50.600 €, ist selbst beim teuersten Angebot die Promotion an einer privaten Hochschule günstiger. Ist das Einkommen niedriger, ergibt sich abhängig von den Kosten des gewählten Angebots ein Plus oder Minus. In einigen Fachbereichen ist es zudem schwierig, eine volle Assistentenstelle zu finden; viele Stellenangebote bieten nur eine Halbzeitbeschäftigung (TV-L 13, 50%) an.

Die Kosten einer berufsbegleitenden Promotion sind übrigens von der Steuer absetzbar (Artikel in der Süddeutschen), wenn das Studium „beruflich veranlasst” ist, also z. B. wenn der fehlende Titel ein Hindernis für weiteren Aufstieg ist.

Externe Promotion

Ein kurzer Beitrag zur thematischen Abgrenzung: Es geht hier nicht um so genannte externe Promotionen — das sind klassische Promotionen an einer Universität, die kein spezielles Promotionsfernstudienprogramm für ihre Studenten anbietet. Externe Doktoranden sind meist hauptberuflich beschäftigt und suchen sich an einer Universität einen Doktorvater, der sie betreut.

Ein Blog für die Nicht-Assistenten

Auf diesem Blog geht es um Möglichkeiten, abseits des klassischen Wegs (Assistentenstelle) zu promovieren. Und zwar nicht durch „Kauf” des Titels über eine Titelmühle (was rausgeworfenes Geld und extrem peinlich ist), sondern korrekt, also durch Forschung und darauf aufbauend Anfertigung einer Dissertation.

Verschiedene Hochschulen bieten inzwischen Fernstudienprogramme an, die das Ziel haben, Studenten bei der Promotion zu unterstützen.

Hier wollen wir

  • einen Überblick über die in Deutschland angebotenen (und anerkannten) Fernstudienprogramme bieten — dazu gehören auch Angaben zu den entstehenden Kosten, die man auf den einzelnen Webseiten oft nur nach längerer Suche findet
  • in Interviews die Verantwortlichen dieser Programme zu Wort kommen lassen
  • Teilnehmern und Interessenten an solchen Programmen eine Plattform zum Austausch geben